IMAGES IN CONFLICT – BILDER IM KONFLIKT

Ausstellung & Symposium
Bilder im Konflikt: fotografische und filmische Bilder von Krisen- und Konfliktsituationen verändern sich in Ästhetik und Gebrauchsweisen – und geraten damit selbst ins Visier. Zum einen haben sich im Zuge der digitalen Entwicklungen die Bildproduzent*innen und Distributionskanäle von Bildern vervielfältigt. Das erweitert Perspektiven und ermöglicht neue Erzählformen. Zum anderen geht damit eine Erschütterung des klassischen bildjournalistischen Selbstverständnisses einher. Die Konkurrenz der visuellen Strategien sucht das Affektpotential der Bilder zu steigern. Zugleich wird hinterfragt, inwieweit Fotografien noch als Zeugnisse wirken können. Sie bewegen sich im Spannungsfeld von Wahrheitsansprüchen zwischen Authentizität, Objektivität und Propaganda. Ihre Kontextualisierungen und Rahmungen stellen Bedeutungen her – und erfordern Reflexion.
Wie lässt sich in unserer medialisierten Welt auf Kriege und Konflikte blicken? Wie kann Wahrheit aus den verschiedenen Perspektiven der beteiligten Akteure sichtbar gemacht werden? Wie müssen die ›Bildermacher‹ dieser Tage erzählen, um eine Öffentlichkeit zu erreichen? Mit einer Ausstellung und einem Symposium widmet sich der Studiengang Fotojournalismus und Dokumentarfotografie der Hochschule Hannover diesen Fragestellungen.